Katzenfutter

Nein, jetzt kommen keine Empfehlungen spezieller Marken.



Ich möchte einfach mal zum Nachdenken anregen.



Bitte lest genau, was auf den Ettiketten der Futtersorten steht. Meidet jedes Futter, das Zucker, Farb- und Konservierungsstoffe enthält. Das sind Sachen, die in Katzenfutter einfach nicht reingehören. Ausserdem meide ich Soja und Mais, weil bei diesen Getreiden schon seit Jahrzehnten genmanipuliert wird.



Wenn man einfach mal von der natürlichen Nahrung einer Katze ausgeht, kann man sich ausrechnen, was in Katzenfutter reingehört. Fleisch (und zwar nicht nur Muskelfleisch), Innereien (samt Inhalt) und das war es schon. Auch wenn es jetzt eklig klingt, aber Katzen fressen das Beutetier ganz - bis auf die Galle. Also auch die Pfoten, die Inhalte der inneren Organe wie Getreide (Mageninhalt), Urin (Niere und Blase) und Kot (Darm) sowie das Gehirn. Ausserdem wird Fell oder Federkleid auch zum größten Teil mitgefressen. Natürlich auch Krallen usw.


Wenn also auf der Dose steht Fleisch und Fleischnebenprodukte ist genau so etwas gemeint. Der Getreideanteil sollte nicht zu hoch sein. Es gibt erschwingliches Futter das ohne zusätzliches Getreide auskommt. Allerdings findet man das nicht im Supermarkt.



Trockenfutter:


Ist eine unnatürliche Ernährung für Katzen. Wurde für uns Menschen erfunden, weil es a) praktisch und b) eine saubere Sache ist.


Wenn man bedenkt, dass Katzen ursprünglich Wüstenbewohner waren und auch den Organismus einer Katze betrachtet, kann man sich gut ausrechnen, dass Trockenfutter nicht gesund ist. Katzen trinken relativ wenig, nehmen die Flüssigkeit über das Futter auf.


Macht mal ein kleines Experiment: nehmt ein Bröckchen Trockenfutter und seht nach, wieviel Wasser ihr braucht, bis es keins mehr aufnimmt. Es ist die 7-fache Menge. Das bedeutet im Klartext: die Katze muß schon mal die 7-fache Menge des Trockenfutters als Wasser aufnehmen (bei 50 g TroFu am Tag also 350 ml Wasser) um zu vermeiden, dass ihrem Organismus Flüssigkeit entzogen wird. Weitere 200 ml sollten sie trinken, um den Organismus gesund zu halten. Ich kenne leider KEINE Katze, die soviel trinkt.



Das TroFu, das auf dem Markt ist, ist allesamt nicht besonders gut, egal wie teuer es ist. Warum? Das beste TroFu enthält nur 40% Trockenfleisch. Das ist für eine alleinige Ernährung mit TroFu definitiv zu wenig. Der Rest besteht meist aus Getreide.



Was kann passieren, wenn die Katze zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt?


Der Urin, der bei Katzen sowieso konzentrierter ist, wird noch mehr konzentriert. Dabei kann es zu Nierenproblemen oder zu Harngries kommen. Nierenschäden sind i.d.R. unheilbar. Harngries kann gut behandelt werden.


In extremen Fällen kann es zur Austrocknung kommen.


Bei reinen Trockenfutterkatzen kann man mit einer Blumenspritze das TroFu ein wenig besprühen. Die Wassermenge langsam und kontinuierlich steigern. Und immer wieder versuchen, die Katze an Nassfutter zu gewöhnen.



Fütterung: Katzen lieben Regelmässigkeit. Feste Futterzeiten sind für sie von Vorteil. Der Körper gewöhnt sich gut daran, wenn es zu bestimmten Zeiten Fressen gibt. Auch wenn mehr als 8 Stunden zwischen den Fütterungen liegen.



Einmal pro Woche sollte eine Mahlzeit durch rohes Fleisch ersetzt werden. Rind, Lamm, Wild oder Geflügel. Absolut tabu ist rohes Schweinefleisch. Darin können sich die für Katzen tödlichen Erreger der Pseudowut (Aujeszkysche Krankheit) befinden. Dagegen besteht bei Katzen keine Salmonellengefahr.


Etwa 100 g Fleisch sollten pro Katze reichen. Aber erst probieren, ob die Katze es mag. Einfach mal ein Stückchen vom Putenschnitzel oder von der Rollade abschneiden und der Katze anbieten. Mag sie es, dann kann man es ihr auch in größeren Mengen anbieten.

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