Tierschutz

Meine ganz persönlichen Gedanken zu Menschen im Tierschutz und Tierschutz im Allgemeinen

 

Erst einmal: Tierschutz ist nicht auf unsere Haustiere und die Nutztiere beschränkt. Tierschutz bezieht sich auf alle Tiere, die auf unserer Erde leben. Egal ob Säugetiere, Fische, Vögel, Amphibien, Insekten oder sonstige Lebewesen. Tierschutz, Naturschutz und Umweltschutz sollten Hand in Hand miteinander arbeiten. Denn es hängt alles zusammen.

Damit das Thema nicht zu komplex wird, werde ich mich jetzt mal auf den Haustierschutz beschränken. Der fängt beim eigenen Tier an. Ein Tierhalter sollte sich über natürliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen kundig gemacht haben. Dann hat man es sehr viel leichter das Tier zu verstehen. Egal ob es um die Futterfrage oder Verhalten geht. Wenn man es von der natürlichen Lebensweise ableitet, beantworten sich die meisten Fragen von selber.

Das setzt aber Interesse und Lernbereitschaft voraus. Man kann ein Tier nicht einfach haben, damit es da ist. Jedes Tier hat Bedürfnisse, auf die der Mensch eingehen muß. Unsere Haustiere sind uns ausgeliefert, auf uns angewiesen.

Ich habe in meinem Leben bereits sehr viele Menschen kennengelernt, die sich dem Tierschutz verschrieben haben. Beruflich, ehrenamtlich oder privat. Tag für Tag mit dem Tierelend Auge in Auge zu leben ist nicht einfach. Leider werden da viele Menschen barsch, kurz angebunden und unfreundlich. Eben weil das Leid der Tiere durch Menschen verursacht wird. Ausserdem leiden diese Menschen, die sich mit Herz und Seele engagieren, permanent unter Schlafmangel. Alleine ein Katzenkitten, das mit der Flasche versorgt wird, braucht alle 2 Stunden eine Mahlzeit. Tag und Nacht. Nebenbei gehen viele dieser Menschen auch noch einer Arbeit nach.

Tierschutz ist keine heile Welt und die romantischen Vorstellungen mancher Zeitgenossen sind hier auch fehl am Platz. Tierschutz ist Knochenarbeit. Egal ob es um den angstbeissenden Hund oder die verletzte, verwilderte Katze geht. Jedes Tier braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Liebe. Nebenbei müssen die Unterkünfte sauber gehalten werden, die Näpfe gewaschen, die KaKlos gereinigt, die Hunde Gassi geführt werden. Für Spiel und Streicheleinheiten bleibt da fast keine Zeit. Gerade in Tierheimen, wo oft hunderte von Tieren betreut werden, ist Zeit Mangelware. Und wenn ich dann beobachte, dass interessierte Menschen Fragen stellen, die sie im Vorfeld schon alleine durch Lesen klären könnten, bewundere ich die Tierheimmitarbeiter, dass sie nicht in die Luft gehen. Fragen zu einem bestimmten Tier über seine Gewohnheiten finde ich sehr gut. Aber allgemeine Fragen, die man in Büchern oder im Internet beantwortet findet, sind in meinen Augen fehl am Platz.

Anders liegt der Fall, wenn man ein Nottier aufgenommen hat und sozusagen ins kalte Wasser springen mußte. Aber meist sind Tierärzte sehr kompetente Ansprechpartner. Auch sie kennen sich mit den Bedürfnissen verschiedener Tierarten aus.

Ist dann ein Tier genesen oder sozialisiert kommt der Schritt: Suche nach einem neuen Heim. Auch wenn vielen Interessenten die Ansprüche der Tierschützer hoch erscheinen. Es hat seinen Grund. Denn ein Tier lebt viele Jahre und es sollten für Tier und Mensch harmonische Jahre sein. Erfahrene Tierschützer haben das Gespür, ob Mensch und Tier zusammenpassen. Also nicht enttäuscht sein, wenn Sie sich ein Tier ausgesucht haben und es trotzdem nicht bekommen. Möglicherweise wurden Sie vor einer Enttäuschung und vor Frust bewahrt. Man darf eigentlich sagen, dass die Tiere sich ihren Menschen aussuchen. Dann klappt das auch mit der lebenslangen Freude.

Trotz aller Grausamkeiten, die ich schon gesehen und erlebt habe, bin ich aber trotzdem der Meinung, dass ich nur, wenn ich freundlich und sachlich bin und bleibe, etwas für die Tiere erreichen kann. Aufklärung ist der einzige Weg der hilft. Und aufklären kann man nur in freundlichem Ton, denn sonst hört keiner zu.

Ich wollte diese - meine - Gedanken einfach mal in den Raum stellen. Vielleicht wird dadurch der eine oder andere angeregt, über unser Verhältnis zu Tieren nachzudenken. Und - evtuell entschließt sich noch jemand - in "seinem" Tierschutzverein oder Tierheim mitzuhelfen. Denn nicht nur Geld wird gebraucht, auch tatkräftige, regelmässig Mithilfe.

 

Hier im Katzenhaus Abensberg habe ich auch solche Menschen kennengelernt. Trotz des ganzen Katzenelends ringsum immer freundlich und zu ausführlichen Beratungsgesprächen bereit.

 

 

Nach oben