A U G E N blicke

AUGEN blicke

 

Der erste Augenkontakt und es war um mich geschehen. Ein Stich, und ich vergaß dich nicht mehr. Ich wußte, unsere Wege würden sich kreuzen, aber so schnell wir zusammenkommen würden, so schnell müssen wir uns auch wieder trennen.

Du warst sehr klein, sehr ängstlich und sahst krank aus. Aber deine Augen versanken in meine. Sie schauten so traurig und ich hatte keine Ruhe mehr. Gleich darauf warst du verschwunden, ich konnte dich nirgends finden. Im hohen Gras hattest du alle Versteckmöglichkeiten.

Wenige Tage später sahen wir uns wieder. Du wurdest mit vier anderen eingefangen und zu mir gebracht. Angst war in deinen Augen, aber auch Erkennen –Liebe und Vertrauen.

Einige Wochen verbrachten wir gemeinsam. Wir hatten unsere Rituale und du blühtest auf. Noch mehr als du hing deine Schwester an mir. Sie lernte ich erst kennen, als ihr zu mir kamt. Auch ihre Augen sprachen Bände. Sie erholte sich gut von den Strapazen, war sehr aufgeschlossen und hat dich bemuttert.

Ihr beide seid ein tolles Paar.

Dann kam der Abschied. Ihr wusstet nicht, wie euch geschah. Und wieder waren es eure Augen. Diesmal verständnislos und unendlich traurig.

Ihr Süßen, ihr habt jetzt eine tolle Zukunft. Eine Zukunft, die ich allen Kätzchen wünsche und von Herzen gönne.

Liebe heißt, auch verzichten können. Der Trennungsschmerz vergeht, wenn ich höre, dass ihr euch immer besser einlebt.

Ein Stück meines Herzens gehört jeder von euch. Liebe ist unsterblich!

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