Aschenputtel

Aschenputtel mit vier Beinen

Ich kannte Eva und ihre Streunerhofarbeit schon länger, als sie Ende April 2006 ein Hilferuf erreichte.

In einer Garage hatte eine herrenlose Katze mit ihren Kitten Unterschlupf gefunden. Da man sie wegen eines bevorstehenden Urlaubes dort nicht behalten konnte wurde der Kontakt zum Streunerhof hergestellt. Eva fand eine hungrige und erschöpfte Katzenmutter mit drei Babies vor, voller Flöhe, Milben und Würmer.

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Die kleine Familie kam zunächst in Quarantäne und wurde dem Tierarzt vorgestellt.

Donna, so hieß die Mama inzwischen, machte es ihrer Pflegemutter nicht leicht. Sie war kratzbürstig und wirklich wild, für sie galt es, ihre Kinder zu verteidigen.

Mit gutem Futter versorgt erholte sie sich von den vorhergehenden Strapazen und ihre Kitten entwickelten sich prächtig. Das Ungeziefer wurde bekämpft, und bald konnten alle vier in ein Katzenzimmer umziehen.

Als ich Donna zum ersten Mal besuchte war sie noch relativ scheu, hatte aber dank Eva?s Geduld und Katzenverständnis zu ihr schon Vertrauen gefasst und alles gelernt, was eine Katze für ein Leben im Haus wissen muss. Vorher hatte sie wohl mehrere Jahre als Streunerin gelebt, in der Gegend gibt es etliche herrenlose Katzen dieses Typs.

Nachdem die Babies alt genug waren um auch alleine fressen zu können konnte Donna kastriert werden. Dabei zeigte sich, dass sie schon mehrere Würfe gehabt haben muss.

Die Katzenkinder konnten vermittelt werden, nachdem sie das erforderliche Alter von mindestens zwölf Wochen erreicht hatten, und auch Donna brauchte ein neues Zuhause. Sie war nochmals tierärztlich untersucht und geimpft worden.

Während ihrer Zeit auf dem Streunerhof hatte sich gezeigt, dass Donna eine sehr soziale Katze ist, die die Gesellschaft von Artgenossen braucht und genießt. Ich hatte zu der Zeit einen Kater, den Eva auch kannte. Nach ihrer Einschätzung würden die beiden gut zusammenpassen.

Ende September 2006 holten wir die vierbeinige Dame ab. Schon auf der Fahrt war sie ganz ruhig und zeigte keine Angst. Natürlich war Donna in den ersten Tagen noch vorsichtig, aber sie wurde bald zutraulicher.

Wie auch schon in ihrer späteren Zeit auf dem Streunerhof ist sie völlig unkompliziert bei den Tierarztbesuchen und im Zusammenleben mit Mensch und Tier. Am wohlsten fühlt sie sich offenbar in meiner Nähe, und nichts erinnert mehr an die Kratzbürste von einst. Mittlerweile ist sie der Mittelpunkt einer fünfköpfigen Katzentruppe.

 

Donna ist die Katze, die mein Leben am meisten verändert hat. Selbstbewusst und trotzdem sanft, mit einem ausgeprägten Sozialverhalten, wie man es bei vielen freilebenden Streunerkatzen finden kann. Von ihr habe ich gelernt, das Katzen keineswegs der unbedingte Einzelgänger sind, sondern sich im Gegenteil  in Gruppenhaltung sehr wohlfühlen können.

Aus dem ehemaligen Aschenputtel wurde meine wunderschöne Zuckerwatteprinzessin.

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Danke Eva!

Elke

 

Ganz viel von Donna und ihren Freunden gibt es bei Zwergpanther zu sehen und lesen.

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