Archiv 2010

05. Januar 2010

Hatte eine ausgefüllte Nacht. Gegen halb zwei Uhr morgens war ich mit einem Fundkater aus Bad Gögging wieder daheim. Das Tier, schwarz mit weißem Latz, weißem Fleck am Bauch, weißen Schnurrhaaren und hinten weißen Söckchen, ist ganz schön heruntergekommen. Hat seit einigen Wochen die Katzen und Kater in einem Gebiet bedrängt und geschlagen.  Ist lieb und zutraulich, also Umgang mit Menschen gewohnt. Ohrmilben hat er sich auch eingefangen.

Mal sehen, ob er irgendwo vermisst wird. Der Stadt Neustadt ist er bereits als Fundkater gemeldet.

Die (eigentlich) zuständige Tierhilfe hat abgelehnt, aus Platzmangel.

 

26. Januar 2010

Der Arbeitswahnsinn hat mich wieder. Ich bin wochentags einige hundert Kilometer von daheim tätig. Erst Freitagmittag mache ich mich auf den Heimweg.

Das Fundkaterchen kam auf einer Pflegestelle der Tierhilfe unter.

Kastrationsaktionen führen wir im Moment wegen der Kälte nicht durch. Allerdings werden einige Gespräche mit Landwirten, auf deren Anwesen viele unkastrierte Katzen leben, durchgeführt. Im Frühjahr werden wir dann viel zu tun haben.

Eine unserer Futterkatzen war über eine Woche verschwunden. Sie kam verdreckt und total abgemagert wieder. Ich konnte am Freitagabend einfangen und bin am Samstag mit ihr zum TA gefahren. Sie hat wohl Zahnprobleme, total rotes Zahnfleisch. Die Entzündung und Schwellung muß erst zurückgehen, bevor weitergehende Untersuchungen oder gar eine OP in Angriff genommen werden kann.

Tuffi ist derzeit bei uns in Quarantäne und lässt sich das bisher auch gut gefallen.

 

30. Januar 2010

Tuffi geht es soweit mit den Medikamenten prima. Gestern war ich noch mit ihr beim TA. Dort erwartete mich jedoch ein Schock. Sie hat Wucherungen am Unterkiefer. Nächste Woche Freitag wird sie operiert und die Wucherungen pathologisch untersucht.

Tuffi kann einige Daumen brauchen. Dafür, dass es nicht bösartig ist.

Tja, die nächsten Kastrationen sind auch schon geplant. Ich bekam einen Anruf aus dem Ort, dass an einem Ortsausgang 3 - x Katzen unter einem Holzstoß leben, die verwildert sind und keinem gehören. Sobald das Wetter besser ist, werden wir sie einfangen und kastrieren lassen. Damit die Kittenschwemme demnächst nicht gar so arg werden wird.

Es wird wirklich Zeit für eine bundesweite Kastrations- und Kennzeichnungspflicht.

Franz-Josef, der eine richtige Schönheit geworden ist


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Honey Bee, die sehr erfahrene Menschen sucht. Sie ist immer noch sehr zurückhaltend.


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Lotta, die sich langsam an andere Katzen gewöhnt hat, sie aber nicht liebt. Beim Menschen anhänglich, lieb und verschmust.


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Und Irmi, die ihren Platz endlich gefunden hat.


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Liebe Besucher, geneigter Leser,

 

nicht dass Sie denken, hier tut sich nichts mehr.

Eine verwilderte Katze, noch nicht trächtig, am Dorfausgang haben wir schon gefangen und kastrieren lassen. Dort befinden sich noch ca. 5 weitere Tiere.

In der Raffinerie bereiten die Kollegen gerade Fangaktionen für die wenigen Katzen, die wir bei der großen Aktion nicht erwischen konnten, vor.

Eine Bäuerin bat um Hilfe beim Einfangen der Katzen ihres Hofes. Die Kastrationen hat sie selber bezahlt.

Drei der Vermittlungskatzen haben einen neuen Platz gefunden. Lotta ist bereits ausgezogen, Franzi zieht nächstes Wochenende aus und Irmi-Leah wird um Ostern rum ins neue Heim gehen. Das Tigerchen, das zurückgekommen ist, weil es nicht so "funktionierte" wie die Menschen das wollten, befindet sich noch bei meiner Freundin. Leider ist die kleine Maus total durch den Wind und versteckt sich nur.

Wir hören auch nicht auf, die Menschen über die Notwenigkeit von Kastrationen aufzuklären.

Leider bin ich von Montag-Freitag auswärts und deshalb muß ich alle Aktivitäten auf das Wochenende legen. Es wurden mir bisher ca. 50 verwilderte unkastrierte Katzen gemeldet. An verschiedenen Stellen. *seufz*

Vielleicht finden sich noch ein paar Katzenfreunde, die evt. die eine oder andere Katze einfangen, zum TA bringen und für ein paar Tage und Nächte unterbringen könnten? Wäre schön.

 

21. März 2010

Nächstes Wochenende wird die Falle wieder im Einsatz sein. Ein Zeitungsartikel und die damit verbundene lokale Bekanntheit hat nicht nur Vorteile. Ich erfahre von so vielen Notfällen, dass mir schon richtig schummerig wird.

Es sind viel zu wenige Tierschützer und Tierfreunde die einem unendlichen Katzenleid gegenüberstehen.

Karfreitag, 02. April 2010

In der Raffinerie konnten wieder zwei Katzen "entschärft" werden. Eine Katze, ein Kater. Das Team macht das ganz prima, ich bekomme dann die Infos, ansonsten arbeiten die fleißigen Helfer eigenständig. Ein großes Danke an sie, sie nehmen mir doch einiges an Last ab.

Bei uns im Bad sitzt ein ängstlicher Kater, der am Dienstag kastriert wird. So wie es aussieht, kann er später vermittelt werden.

Für nächstes Wochenende ist eine Fangaktion der verwilderten Katzen im Holzstoß geplant. Anwohner füttern sie an, damit wir eine Chance haben.

Heute und morgen werde ich die Raffimiezen wiedersehen. Ich übernehme die Fütterung. Ich freu mich schon darauf.

Voraussichtlich am 18.04. wird Irmi-Leah ins neue Heim ziehen.

Lotta und Franzi haben sich schon gut bei ihren Menschen eingelebt.

Jetzt beginnt die Zeit, wo die Katzen wieder mehr fressen. Über Spenden würden wir uns sehr freuen.

 

Gerade war ich bei der Futterstelle an der Raffinerie. Mache dort auch morgen noch Vertretung. Und was soll ich sagen? Die Miezen, die ich gesehen habe (die sind ganz sicher kastriert) sehen einfach gut aus. Das Fell schön dicht und glänzend und sie sind auch nicht dürr. Was freu ich mich!

Habe auch gleich wieder 14 kg TroFu dort gelassen.

 

Sonntag, 11. April 2010

Das Katerchen hat seine Kastration gut überstanden. Er wird demnächst ins Katzenzimmer umziehen.

Im Katzenzimmer kam Tigerle dazu. Sie war vermittelt, hat aber nicht so funktioniert, wie man sich das vorstellte und war kurzfristig bei einer Freundin untergebracht, da bei mir alles voll war. Letztes Wochenende habe ich die Kleine geholt. Auch sie muß noch kastriert werden.

Zwei Katzen gingen heute in die Falle, die morgen kastriert und übermorgen wieder in die Freiheit entlassen werden.

 

Dienstag, 13. April 2010

Die beiden Miezen, alles Mädels, haben die Kastration gut überstanden und durften Dienstagmorgen zurück in die Freiheit.

Montag, 20. April 2010

Wieder eine Katze kastriert

Samstag, 24. April 2010

Heute war ich die Raffineriekatzen füttern. Es waren zwar nur drei da, aber die beiden davon, die kastriert sind, sehen wirklich gut aus. Lediglich der unkastrierte Kater, den wir schon ein Jahr einfangen wollen, der aber immer wieder die Falle meidet, ist sehr dünn.

Sonntag, 25. April 2010

Gegen Abend werde ich versuchen, die noch verbliebenen verwilderten Katzen vom Holzstoß einzufangen.

 

Allgemeines Update der letzten Monate - April bis August

Da ich mich derzeit beruflich wochentags weiter weg befinde, bleiben mir nur Samstag und Sonntag für Katzenaktivitäten.

 

Die Katzen vom Holzstoß konnten alle eingefangen, kastriert und wieder zurückgesetzt werden.

Mittlerweile befinden sich 17 Kitten und 6 erwachsene Katzen in unserer Obhut. Eine Mama mit drei Kleinen ist angekündigt.

Glücklicherweise habe ich mittlerweile ein paar liebe Helferinnen, die nicht nur Futterplätze übernehmen sondern auch Katzen. Die drei wilden Katzenmamis merken sehr schnell, dass ihnen nur Gutes widerfährt und sind nicht mehr so ängstlich und widerspenstig. Zwei werden in die Vermittlung kommen. Die dritte ist krank (Krebs) und wird noch viel Geld kosten. Sie darf bei der Helferin bleiben.

Das Katzenelend arbeitet sich auf einen neuen Höhepunkt zu. Dachten wir, letztes Jahr war arg, ist es dieses Jahr noch sehr viel schlimmer. Deutschlandweit gibt es keine Organisation mehr, die in der Lage ist, Notfälle aufzunehmen.

Wann werden die Menschen endlich wach? Jeder jammert nur, die Einen wegen Überschwemmung, die Anderen wegen anhaltender Trockenheit. Haben wir das nicht - jeder Einzelne - mit zu verantworten?

Und sollten wir nicht alle gemeinsam etwas tun, damit sich die Gesamtlage auf unserem Planeten wieder entspannt? Da gehören nicht nur Abgase, Treibhausgase usw. dazu, sondern es gehören auch die Tiere und unsere direkte Umgebung dazu. Die Gärten, die so extrem gepflegt sind, tun der Umwelt z.B. auch nicht gut. Gifte, die gegen Schädlinge ausgebracht werden, schädigen nicht nur die Pflanzen und das Erdreich, sondern alle Tiere, die damit in Berührung kommen. Und so letztendlich auch wieder uns Menschen.

Wenn Sie helfen möchten, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten. Futterpakete (Adresse steht im Impressum) - ich fahre jedes Wochenende zu den Helferinnen und verteile, sofern ich habe, Futter und auch Katzenstreu. Kastrationspaten (Sie bezahlen direkt an den TA und bekommen die Originalrechnung zugesendet), Impfpaten für die Zwerge (auch direkt an den TA mit Originalrechnung) oder sie haben noch Entwurmung oder Flohmittel, die Sie uns zukommen lassen können?

Wir sind über noch so kleine Unterstützung dankbar.

Oder Sie tätigen Einkäufe über unsere Seite Hier können Sie helfen - das sind dann zwar keine großen Beträge (im Vierteljahr ca. 50 Euro), aber damit ist wieder ein Teil des Futters bezahlt.

Wir füttern auch noch die Raffineriekatzen vom letzten Jahr. Dort geht sehr viel Futter weg, handelt es sich doch um ca. 80 Katzen - einige sind im Laufe des Jahres abgewandert.

Die Stadt Mainburg hat mit keinem Tierschutzverein einen Vertrag, deshalb werde ich aus dieser Gegend vermehrt angerufen. Am Samstag konnten wir eine Mutterkatze und eines ihrer Jungen einfangen. Die anderen beiden Babys folgen hoffentlich die nächsten Tage. Und nächsten Sonntag werde ich wieder in diesem Kreis tätig, auch wieder eine Mutterkatze und drei Junge. Die Mutter darf dorthin zurückkehren, die Babys, wohl ca. 4 Monate alt und verwildert, müssen wir irgendwie irgendwo unterbringen.

Es wird Zeit, dass es endlich eine deutschlandweite Kastrationspflicht gibt. Denn freiwillig wird leider nicht genug kastriert.

 

10. September 2010

Heute morgen erblickten vier Katzenkinder das Licht der Welt. Die Mama selber ist erst 6-7 Monate alt und wir sind sehr froh, dass alles komplikationslos verlaufen ist.

Hier mal ein schneller vorsichtiger Blick ins Wochenbett
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und eines der Babys
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 10. Oktober 2010

Der kleinen Mamakatze, Fünkchen, und ihren vier Babys geht es prima. Die Kleinen fangen gerade an, selber zu fressen.

Dafür haben wir seit Freitagabend zwei ältere Ladies, die noch ihren Platz für die Rente suchen. Sie kamen über meinen TA, eine längere Geschichte, sollen jetzt erst einmal zur Ruhe kommen. In den nächsten Tagen werde ich sie fotografieren und dann kommen sie auf die Vermittlungsseite.

Falls das hier jemand liest, der einem älteren Miezchen ein neues Heim bieten möchte, dann bitte schon mal neugierig werden.

 

 

 

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